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Wednesday, 28 January 2009

DIE Delikatesse - Foie Gras

Gerade in Frankreich sehr beliebt. Foie Gras. Vorallem an Weihnachten werden die Franzosen ganz wuschig auf das Zeug. Jedes Restaurant, das etwas von sich hält und am liebsten einen Michelin-Stern hätte schreibt plakativ 'Foie Gras' vor die Türe um den verwöhnten Franzosen in die gute Stube zu locken. Zu leckerem Wein wird dann dieser Gaumenschmaus kredenz. Eine Delikatesse, bei der man über Leichen geht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auch in Deutschland erfreut sich delikate Stopfleber immer größerem Interesse.
Foie Gras ist die gute alte Gänsestopfleber. Natürlich kann man mal wieder das schlechte Gewissen abschalten und sich denken, unsere Stopfleber kommt von glücklichen Gänsen vom Biostopfbetrieb, die sich die Stopflanze am liebsten selbst in den Rachen stopfen wollen.
Foie Gras kommt ursprünglich aus dem elsäßischen Strasbourg.
Meist wird Gänsestopfleber in Tschechien, Ungarn und im koscheren Israel hergestellt, natürlich im Accord, denn die Nachfrage muss befriedigt werden.
Die Gans wird möglichst schnell, möglichst fett gemacht, damit die Leber auch schön verfettet. Was die meisten Menschen aber vom Tier im allgemeinen unterscheidet ist, dass ein Tier aufhört zu essen, wenn es satt ist. Also muss nachgeholfen werden. Ein reizender Mitarbeiter im Niedriglohnland packt die Gans an der Gurgel, zieht sie zu sich her, klemmt sie zwischen die Beine, nimmt eine lange Lanze, zwingt der Gans den Schnabel auf, versenkt die Lanze direkt im Magen der Gans und spritzt eine gewisse Menge von einem Getreidemix, gern auch mit Datteln und Feigen verfeinert hinein. Das geht ratzfatz und das bis zu 5x am Tag, bis die Gans so fett ist, dass sie fürs Weihnachtsfest schlachtreif ist und als schönes Nebenprodukt die vergrößerte Leber abfällt, kurz bevor sie eh aus den Latschen gekippt wäre.
In Deutschland ist dieses Mästen von Gänsen und Enten verboten. Auch in anderen europäischen Ländern. Aber die Franzosen wehrten sich mit Händen und Füßen gegen dieses Verbot und setzten im Jahr 2005 ins Tierschutzgesetz mit rein, dass Gänsestopfleber ein 'nationales und gastronomisches Kulturerbe' ist.
Ekelhafter, tierverachtender und perverser gehts kaum noch. Aber der Mensch hat schon immer bewiesen, dass Luft nach oben ist.




Aber in Frankreich gibts ja auch noch edle Restaurants, in denen Froschschenkel angeboten werden.

5 comments:

Frollein Holle said...

Ich hab' ja nun wirklich eine recht hohe Toleranzgrenze, was die Moralvorstellungen meiner Mitmenschen angeht - aber bei Stopfleber hört's echt auf, ich finde alleine das Wort schon so widerlich, das ich wirklich NIEMANDEN verstehen kann, der sich dieses Zeugs fröhlich und unbeteiligt reinstopfen (ha, ha) kann.

Athena said...

ich muss sagen-
danke fürs schockieren!
ich begann meine änderung fürs vegane essen ja aus diversen unverträglichkeiten heraus und machte mir eigentlich erst im nachhinein gedanken- du tust jetzt viel für die tiere !
all diese posts hier schockieren und machen mich traurig. man stelle sich mal den menschen dahinter vor, der sowas macht. nicht nur die qual des tieres, sondern auch- wie kann man um gottes willen in der lage sein, sowas zu tun???

liebe grüsse! ich hoffe, der umzug ist gut gelungen!

Charly said...

Es muss schon sein, dass man dazu auch Bilder sieht, sonst hat man gar keine Vorstellung davon. Lanze in den Hals, achwas. Sowas macht doch kein Mensch.
Ja, die Leute, die sowas machen, müssen ganz schön abgebrüht sein. Die armen Gänse. Die können sich überhaupt nicht wehren gegen so eine Behandlung. Auf einem Bild ist auch gut zu sehen, dass ein Mitarbeitet der Gans den Schnabel zuhält, damit sie nicht herkotzt.

Umzug ging super, danke der Nachfrage Athena. 3 Profiumzieher haben in 2 Stunden alles auf den Laster und in 2 Stunden alles wieder in die neue Wohnung geräumt. Der Rest war einräumen in Regale.
Die Wohnung ist zwar etwa 1000x älter (die eine war ja nagelneu) aber es ist eben einfach wieder ein Hasenstall, mit Charme und Balken. Und das Dorf ist einfach nur putzig. Und 'Haustiere' bekommen wir auch automatisch. Vor dem Fenster ist in 10 Metern Entfernung ein Storchennest. Ein weiteres ist 20 Meter weit weg. Das wird klappern im Frühling. :)))
Und wenn man losläuft, ist man innerhalb von 3 Minuten in den Weinbergen.

Athena said...

hört sich gut an!
ich mag gar keine neuen häuser- alte haben einfach mehr flair!
störche hören sich toll an!
dann viel freude im neuen nest!

ich bin sehr froh um diesen blog hier!

ridlberg said...

Nee, das geht gar nicht. Verantwortung muss "man" auch als Fleischesser übernehmen.