Kürzlich hab ich mal so nachgedacht, wieviel Tierprodukte ich eigentlich früher so konsumiert hab.
Ich war ja auch eher der Meinung, dass ich mein Tierproduktkonsumverhalten als moderat angesehen hab. Tja, falsch gedacht. Es ist unglaublich, wie sich das läppert, wenn man nicht darüber nachdenkt, was man da so in sich reinstopft.
Eine Durschschnittswoche sah bei mir wohl so aus, dass ich etwa 4 Liter schädigende Kuhmilch verbraucht habe, das meiste im Müsli, aber auch im Kaffee.
Dazu noch knapp 2 Kilo Joghurt.
Dann gabs hin und wieder mal 2 paar Wiener.
In der Stadt beim Reste verwerten helfen in Form von einem Leberkässemmel.
Für die Brotzeit diversen Aufschnitt, lieber vom Geflügel, weils ja *hüstel* gesünder ist. Butter dazu.
Dann auch mal Putenbrust, Hühnerbrust etc. für eine hübsches Nudelgericht, etc. etc. Hin und wieder Käse. Da kommt schon so einiges zusammen. Also das halte ich dann nicht unbedingt für einen moderaten Fleischverzehr.
Das wären bei mir im Jahr etwa 200 Liter Milch, also musste nur wegen mir eine einzige Kuh bis zu 10x gemolken werden.
Geh ich von 500 Gramm Fleisch und deren Produkte aus, was niedrig angesetzt ist, bin ich auch hier im Jahr bei etwa 30 Kilo Fleisch.
Und das ist im Vergleich zum Durchschnittsdeutschen sogar noch wenig. Der Deutsche schmeisst sich über 88 Kilo Fleisch pro Jahr in den Hals. Im Vergleich dazu: in Indien sinds 5,2 Kilo. Leider mit steigender Tendenz. Je wohlhabender ein Land wird, umso mehr Tier wird gegessen, das ist zum einen schade für die Tiere und zum andern ist vorprogrammiert, dass die Welt irgendwann kollabiert. Diese Tiere müssen schließlich gezüchtet und gefüttert werden. Allerdings steht bei den Tieren nicht Regenwald auf dem Speiseplan. Also weg damit und Futter angebaut.
Wednesday, 20 January 2010
Nachgedacht
Posted by Charly at 19:15 5 comments
Monday, 18 January 2010
Wachteln für die 'Spitzengastronomie'
Ich verstehe es einfach nicht.
Warum muss man diese niedlichen, hilflosen kleinen Wachteln für die 'Spitzengastronomie' züchten? Warum??
Weil der zarte Geschmack ihrer Eier diese zu einer angeblichen 'Delikatesse' macht?
Traurige, verquere Welt.
(Artikel in der Süddeutschen - LINK)
Posted by Hase at 09:15 2 comments
Sunday, 10 January 2010
Nochmal zum Mitschreiben: Definition 'vegan'
Gestern abend waren Charly und ich im angesagten Freiburger 'Kartoffelhaus' essen und fragten, ob wir etwas Veganes kriegen können.
Ja, das geht schon, meint die Chefin, die uns selbst bedient.
Wir stellen uns also, so gut das eben möglich war, ein veganes Menü zusammen (für mich gab es eine Ofenkartoffel mit leckerer Avocado-Limetten-Tomaten-Guacamole und einem Salat, für Charly auch eine Ofenkartoffel mit ganz viel verschiedenen frischen Gemüsesorten dazu) und erklären ihr dazu auch noch einmal genau, was wir bitte nicht in unserem Essen haben wollen, also Joghurt, Butter, Sahne, Käse, Eier etc.
Die Chefin nimmt die Bestellung auf und kommt dann nach einer Weile noch einmal zurück und sagt, den Salat würde sie mir dann aber ohne Salatsosse servieren, da diese aus Olivenöl, Senf und Knoblauch bestünde.
Öhm.
Ja.
Also nochmal von vorne....!
Ich habe mittlerweile echt schon oft die Erfahrung gemacht, dass ich, wenn ich sage, dass ich vegan bin, bei der jeweiligen Person dann erstmal nachfragen sollte, was sie denn jetzt genau unter vegan versteht, damit da auch wirklich keine Missverständnisse aufkommen....
Sie fragte dann auch tatsächlich noch einmal nach: 'Und Knoblauch ist wirklich ok für Sie?'.... also ich zumindest habe noch nie etwas von einem Knoblauchtier gehört.... ;-)
Aus diesem Grunde hier also noch einmal der Versuch einer Definition:
Ein Veganer lehnt die Nutztierhaltung und den Konsum tierischer Produkte ab. Bei der veganen Ernährung wird der Konsum von Fleisch, Fisch, Tiermilchprodukten jeder Art, Eiern jeder Art, Gelatine und anderen tierischen Lebensmitteln (z.B. Honig) vermieden. Veganer achten auch bei Kleidung (Vermeidung von Leder, Daunen und Wolle) und anderen Gegenständen des Alltags auf Tierproduktefreiheit und Tierversuchsfreiheit (Waschmittel, Putzmittel, Kosmetik....).
Und dann möchte ich meinen Lesern unbedingt noch diesen Artikel aus der Süddeutschen ans Herz legen - besser könnte man die derzeitige Sachlage nicht zusammenfassen, finde ich.
Ganz grosse Klasse.
Posted by Hase at 16:15 20 comments
Sunday, 3 January 2010
Happy Vegan Day
Heute ist der dritte Januar und damit bin ich jetzt auch genau ein Jahr lang Veganer.
Schön, gell? Find ich auch.
Und wie wars bisher?
Am Anfang etwas schwierig, aber nicht, weil mir was gefehlt hat, sondern um sich zu orientieren, in welchen Produkten überall Tier verarbeitet wurde, oder deren Rohstoffe.
Zunächst hieß es immer Inhaltsstoffe zu lesen. Aber mit der Zeit kennt man seine Pappenheimer und weiß wo man zulangen darf und was man lieber im Regal liegen lässt.
Mir gings noch nie so gut wie jetzt. Ich glaub, prächtiger kann man sich nicht mehr fühlen.
Mein Gewicht ging von allein ziemlich rapide von 83 Kilo auf 79 Kilo runter und da verharrt es auch. Ich kann also den Spruch loswerden: 'Ich kann essen was ich will, ich nehm einfach nicht zu'.
Mit meiner Umwelt hab ich mich auch mehr oder weniger arrangiert. Ich geh nicht mehr so oft auf die Frotzeleien ein, die mir immer noch nahe gebracht werden. Ich lebe meine Essensphilosophie vor und lass die Leute selbst erkennen, wie gut es mir damit geht.
Kann ich nur weiter empfehlen.
Wer hat nicht den Wunsch gesund und fit wie nie zu sein.
Posted by Charly at 18:12 11 comments
Tuesday, 8 December 2009
Chinakohl-Walnuss-Apfel-Salat
Kürzlich ist mir ein Rezept wieder eingefallen, das es in meiner Vergangenheit öfters mal gab (von meinem Exmann konzipiert).... dieser typische Wintersalat ist sehr lecker, und noch dazu 100%ig vegan, was will man mehr?
Man nehme:
1 Chinakohl
3 grosse Äpfel (am besten Boskoop)
Walnüsse nach Belieben
Daraus schnippelt man sich dann einen Salat zusammen.
Als Dressing gab es mein Standardsalatdressing, bestehend aus scharfem Dijon-Senf, dem Saft von zwei Zitronen (Balsamico-Essig tut es auch), Sojajoghurt, Salz, Pfeffer und bestem Bio-Olivenöl.
Dazu wurde bei uns Dinkel-Vollkornbrot gereicht.
Ein absolut einfaches, veganes, gesundes und vor allem leckeres Gericht!
Posted by Hase at 11:54 5 comments
Monday, 23 November 2009
Putzig
Heut bin ich in die Weltstadt Hausen gelaufen. Mehr Kühe als Einwohner.
Und auf dem Weg dort hin komm ich an einer Weide vorbei, an der schottische Hochlandrinder grasen.
Und da blieb ich heute wieder stehen und hab die Kühe beobachtet. Die sind so richtig schön und knuffig mit ihrem langen Fell.
Das war so putzig heute, wie die Muttikuh mit ihren langen Hörnern im Wind stand und mit ihrem Körper das Kalb schützte, das sich ganz nah an Mami kuschelte. So standen sie schön auf der Weide und guckten, was der Typ da in der roten Jacke da macht. Papa hat auch von weiter hinten runter geguckt. Er war ein bisschen skeptisch, schien mir und auf alles gefasst. Denn er hat ja eine Familie zu beschützen.
Bei Papakuh war noch ein kleines Kalb mit langem braungrauen Fell.
Das war so eine richtig schöne Kuhfamilie.
Dann lief ich weiter und so anrührend das Bild war, so traurig hat es mich gedacht, wenn ich daran denke, was im Normalfall mit Kühen passiert.
Die Damen stehen dicht an dicht im Stall, werden von einem unbekannten Stier, eher aber vom Tierarzt regelmäßig befruchtet. Und was mich so traurig macht ist, dass, sobald eine Kuh ihr Kalb geboren hat, wird es der Kuh weggenommen.
Mutterkuh brüllt noch Tage später nach ihrem Kind und versteht nicht, warum ihr Kalb nicht bei ihr ist.
Kühe sind nämlich sehr soziale Wesen. Auch diese Tiere können Trauer empfinden.
Das Kalb ist mittlerweile längst in einem separaten Ställchen und wird dort schon aufgepäppelt, dass es in kurzer Zeit in die Höhe schießt.
Ich find das leicht barbarisch.
Es kommt doch keiner wirklich auf die Idee, wenn einer eine Katze hat, die einen Wurf Kätzchen geworfen hat, diese sofort der Mutter wegzunehmen, um sie weit weg in einem Korb zu mästen. Man kommt höchstens auf die Idee die Kleinen in einen Sack zu stopfen um sie in der Wanne zu ersäufen.
Das gleiche gilt auch für Hunde. Wie putzig findet man es doch, wenn die Hundemutti ihre kleinen ableckt und beschützt. Und bei Kühen ist das scheißegal? Sind ja nur dafür da um gegessen zu werden.
Ich finds traurig, wie mit den Lebewesen umgegangen wird.
Posted by Charly at 20:34 6 comments
Wednesday, 28 October 2009
Eintopf aus Hokkaido-Kürbis und Linsen und Buchweizen
Dieses Rezept, das ich mir mal wieder ganz spontan aus dem Hemdsärmel geschüttelt habe, war so extrem superlecker, dass ich es direkt aufschreiben muss.
Zutaten:
Für die 'Beilage':
Beluga-Linsen + Buchweizen
-> beides kochen und dann miteinander vermischen. Sieht total hübsch aus, richtig schön schwarz-weiss gesprenkelt!
Fürs 'Hauptgericht':
1 Hokkaido-Kürbis (I loooove it!!)
1 gelbe Paprika
1 Zucchini
3 Tomaten
Saft einer Zitrone oder Limette
2 rote Peperonischoten
Herbaria-Gewürz: 'Gärten von Siam'
Kokosfett
Kokosfett heiß werden lassen, kleingeschnippelten Kürbis darin anbraten.
Geschnippelte Zucchini und Paprika dazu (es geht natürlich auch Brokkoli oder anderes Gemüse nach Geschmack), Peperoni dazu, würzen.
Geschnippelte Tomaten dazu, Salz, Pfeffer, köcheln lassen, bis alles gar ist.
Zu guter Letzt die Linsen-Buchweizen-Mischung unterrühren.
Und dann: am besten reinlegen! ;o)
Posted by Hase at 15:45 11 comments
Monday, 26 October 2009
Schweinegrippeimpfung
Natürlich geh ich NICHT zur Impfung. Sonst noch was?
So eine Impfung ist ja auch alles andere als vegan. Pro Impfstoff wird ein Hühnerei benötigt. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher - aber ich vermute, es werden KEINE Bioeier verwendet. Für diese dämliche Impfung werden damit schon ein paar Millionen Eier benötigt. Geht natürlich auch anders, aber das wär zu kompliziert. Und es pressiert arg, denn der Impfstoff der ZUFÄLLIG noch auf Lager ist und nach ein bisschen testen und Modifikation geeignet ist, um die böse Schweinegrippe zu besiegen, wäre im Dezember nach 3 Jahren eh ausgelaufen. Da trifft es sich doch gut, dass die Pharmas das Zeug nicht entsorgen müssen, sondern unters Volk bringen können.
Und wieso sollte man sich eigentlich impfen lassen? Aus dem einzigen Grund, dass die Pharmaindustrie ordentlich daran verdient. Natürlich auch die Ärzte, vielleicht ja auch die Bildzeitung, die nicht müde wird, ständig mit Empfehlungen um sich zu werfen. Da wurde auch die ganze Reporterhorde zum Onkel Doktor geschickt, damit die sich impfen lassen und finden das soooo toll. Und 'es hat sich einfach nur toll angefühlt'. Gut, sie geben zwar an, dass sie ein Taubheitsgefühl im Arm hatten, dass sie eine Art Muskelkater spürten etc. aber alles net soooo schlimm. Hauptsache geimpft. Womöglich wurde ja der Springerverlag damit auch ein bisschen geimpft von den Pharmafirmen *blinzel*. Für Geld finden ja auch Rosi Mittermeier und Christian Neureuther Nordic-Walking so toll.
Dass die Nebenwirkungen wahrscheinlich gefährlicher sind als die Ansteckung mit dem Schweinevirus ist da auch schon egal.
Schön aber dann wieder zu lesen, dass kaum ein Mensch zu dieser dämlichen Impfung geht. Zahlen müssen wir es dennoch mit dem Krankenkassenbeitrag. Wahrscheinlich wird die Entsorgung des Impfstoffes nochmal so teuer, wenn tatsächlich ein Riesenflop daraus entsteht. Es scheint so.
Und damit wären wir beim Thema, warum es die Schweinegrippe überhaupt gibt.
An den Veganern dieser Welt liegts wohl eher nicht. Darf jeder selber drüber nachdenken, woran das liegen könnte.
Genausowenig wie bei der Vogelgrippe
Oder Schweinepest
Oder BSE, Creutzfeld-Jakob
Oder Gammelfleisch
Oder aufgewärmte Döner
Oder oder oder
Mahlzeit, heut gibts Linsen.
Posted by Charly at 15:48 12 comments